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Little Richard PDF Drucken E-Mail

Little Richard (5. Dezember 1932 als Richard Wayne Penniman in Macon, Georgia) ist ein amerikanischer Rock-’n’-Roll-Sänger, Pianist, Songwriter und Schauspieler. Der afroamerikanische Musiker wurde durch die schwarzen Genres Blues, Gospel und Rhythm and Blues beeinflusst, deren Stilelemente er Mitte der 1950er in seinen Rock-’n’-Roll-Aufnahmen kombinierte und in den Mainstream überführte. Little Richards Lieder sind für den überdrehten und wilden Gesang und für das harte Pianospiel bekannt. Seine Auftritte zeichnen sich durch eine selbstdarstellerische Extravaganz aus.

Während der erfolgreichsten Phase seiner Karriere bei Specialty Records spielte er eine Vielzahl von Songs wie Tutti Frutti, Long Tall Sally, Lucille, Good Golly Miss Molly oder Keep A Knockin’ ein, denen der Crossover in den weißen Popmarkt gelang und die zu Standards der Rockmusik wurden. Aufgrund dieser frühen Erfolge gilt Little Richard als einer der Wegbereiter des Rock ’n’ Roll.

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Kindheit in Macon
Richard Wayne Penniman wurde am 5. Dezember 1932 in Macon, Georgia als drittes Kind von Leava Mae und Charles „Bud“ Penniman geboren und wuchs mit sieben Brüdern und fünf Schwestern auf. Bud Penniman konnte als Clubbesitzer mit dem Handel schwarzgebrannten Schnapses für ein bescheidenes Auskommen der Familie sorgen. Richard litt aufgrund seines großen Kopfes und verschieden langer Beine sowie der sich andeutenden homosexuellen Neigungen unter dem Spott seines Umfeldes, weshalb er sich sein ausgeprägtes Selbstbewusstsein durch die Rolle des frechen Clowns erst erarbeiten musste.

Richards Jugend war von Religiosität und einer Vorliebe für die Gospelmusik geprägt. Bei Auftritten in Kirchen und in den Straßen der Umgebung mit den Tiny Tots und im Familienverbund mit den Penniman Singers machte er bereits als Kind Erfahrungen als Sänger. Dabei entstand auch erstmals der Wunsch, Priester zu werden. Bei einem Konzert von Sister Rosetta Tharpe im Macon City Auditorium hatte der junge Sänger einen Gastauftritt, der vom Publikum wohlwollend aufgenommen wurde. Von der Gospel-Sängerin Marion Williams übernahm Richard das hohe falsetthafte „Whoooo!“, das später zu einem seiner Markenzeichen werden sollte.

RCA Records
Mit 14 Jahren verließ Richard sein Elternhaus, das er aufgrund seiner extrovertierten Persönlichkeit als beengend empfand, und schloss sich mehreren Vaudeville- und Medicine-Shows an, die es ihm ermöglichten, seine Erfahrungen als Sänger zu vertiefen und an seiner Bühnenpräsenz zu arbeiten. So legte er sich den Künstlernamen „Little Richard“ zu und pflegte seine Haare zu einer mächtigen Pompadour-Frisur aufzutürmen. Schließlich konnte er in Atlanta, Georgia, einem Zentrum der damaligen Rhythm-and-Blues-Szene, bei Billy Wrights Show anheuern. Durch den Einfluss des Jump-Blues-Sängers übernahm er nicht nur Travestie-Show-Elemente wie Frauenoutfits und Make-Ups, sondern kam auch zu seinen ersten Blues-Aufnahmen bei RCA Records im Jahr 1951.

Um diese Zeit gastierte der Rhythm-and-Blues-Musiker Esquerita in Macon, von dem sich Little Richard das wilde Pianospiel abschaute. 1951 hatte Richard mit Every Hour einen ersten regionalen Radiohit. Das versöhnte ihn mit seinem Vater, der bislang gegen die Homosexuellenszene, in der sich sein Sohn bewegte, Vorbehalte geäußert hatte. Der Vater kam kurz darauf bei einer Schießerei vor seinem Lokal ums Leben. Little Richard musste daraufhin im Restaurant der örtlichen Greyhound-Busstation arbeiten, um die Familie zu unterstützen. Die unbefriedigende Arbeit als Tellerwäscher veranlasste Richard, seine Ambitionen als Musiker zu intensivieren.

Peacock Records
Mit der neu formierten Band The Tempo Toppers spielte Richard in Clubs der Südstaaten und kam dabei bis New Orleans, Louisiana, wo er von Earl King den typischen kreolischen Bluesstil der Stadt am Mississippi-Delta erlernte. 1953 entdeckte der Produzent Johnny Otis in Houston, Texas die Gruppe und deren Frontmann, der sich bereits als „King and Queen“ (König und Königin) des Blues vermarktete, und ermöglichte die nächsten Aufnahmen bei Peacock Records. Diese Zusammenarbeit, die neben Directly From My Heart To You einige weitere bluesige und gospelhafte Nummern hervorbrachte, endete in einer Schlägerei um Tantiemen zwischen dem selbstbewussten Richard und dem resoluten Labelboss Don Robey.

Nach einiger Zeit als Solokünstler stellte sich Richard mit dem Schlagzeuger Charles „Chuck“ Connor und dem Saxophonisten Wilbert „Lee Diamond“ Smith aus New Orleans den Kern seiner zukünftigen Live-Band The Upsetters zusammen. Die anschließenden Tourneen durch Kentucky, Georgia und Tennessee kamen mit einem gegenüber den Tempo Toppers deutlich härteren Rhythm-and-Blues-Programm – darunter auch einer frühen Version von Richards Tutti Frutti – beim Publikum ausgesprochen gut an.

Quelle: Wikipedia


 


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